Ratgeber · Wohnberechtigungsschein

Der WBS – dein Schlüssel zu
Berlins günstigsten Wohnungen

Viele der günstigsten Berliner Wohnungen sind gefördert und nur mit Wohnberechtigungsschein zu haben. Hier steht, wer ihn bekommt, wie der Antrag läuft – und warum du ihn stellen solltest, bevor die Wohnung auftaucht.

Was der WBS ist – und wofür du ihn brauchst

Der Wohnberechtigungsschein (WBS) ist der amtliche Nachweis, dass dein Haushaltseinkommen unter einer festgelegten Grenze liegt. Nur mit ihm darfst du eine geförderte Wohnung mieten – und das sind in Berlin viele der günstigsten Angebote der landeseigenen Gesellschaften und Genossenschaften. Steht am Inserat „WBS erforderlich", prüft der Vermieter den Schein vor dem Mietvertrag; ohne gültigen WBS ist die Bewerbung aussichtslos.

110WBS-Wohnungen gerade im Bestand
296Wohnungen ausdrücklich ohne WBS
~ 1 Jahrgilt ein ausgestellter WBS

Der wichtigste Tipp zuerst: Beantrage den WBS, bevor die passende Wohnung auftaucht. Die Bearbeitung dauert erfahrungsgemäß mehrere Wochen – geförderte Wohnungen sind aber oft nach Stunden weg. Wer den Schein schon in der Mappe hat, kann sich sofort bewerben.

Wer einen WBS bekommt

Entscheidend ist das Jahreseinkommen aller Haushaltsmitglieder, von dem Pauschalen und Freibeträge abgezogen werden (z. B. für Werbungskosten, Sozialversicherung, Kinder, Schwerbehinderung). Als grobe Orientierung: Für einen Einpersonenhaushalt lag die Grenze der Grundstufe zuletzt bei rund 1.700 € netto im Monat – Berlin vergibt darüber hinaus Scheine der Stufen WBS 140, 160 und 180 für mittlere Einkommen, die entsprechend höher liegen. Viele unterschätzen ihre Chancen: Auch mit durchschnittlichem Gehalt ist eine der Stufen oft drin.

Die Grenzen ändern sich regelmäßig. Verbindlich rechnet nur die Behörde – die aktuellen Werte und den Online-Antrag findest du auf service.berlin.de (Wohnberechtigungsschein).

So läuft der Antrag

  1. Unterlagen sammeln: Ausweis, Einkommensbescheinigung vom Arbeitgeber (amtliches Formular), bei Selbstständigen der letzte Steuerbescheid, ggf. Bescheide über Rente, Bürgergeld, Elterngeld oder BAföG – für alle Personen, die einziehen sollen.
  2. Antrag stellen: online über das Service-Portal oder beim Wohnungsamt deines Bezirks. Die Gebühr liegt je nach Bezirk bei bis zu etwa 25 €; für Empfänger von Sozialleistungen meist kostenlos.
  3. Warten: Rechne mit einigen Wochen Bearbeitungszeit. Der Schein gilt dann ein Jahr und berlinweit – nicht nur im Bezirk, der ihn ausgestellt hat.

Wenn du dringend eine Wohnung brauchst (Kündigung, Trennung, gesundheitliche Gründe, Überbelegung), beantrage zusätzlich die Anerkennung eines besonderen Wohnbedarfs („WBS mit Dringlichkeit") – damit kommst du bei einem Teil der geförderten Wohnungen in einen bevorzugten Kreis.

WBS und die Wohnungssuche bei WohnAlert

Jede Wohnung bei WohnAlert trägt, wenn die Quelle es hergibt, eine klare Kennzeichnung: „WBS nötig" heißt, ohne Schein brauchst du dich nicht zu bewerben – „ohne WBS" heißt, die Wohnung ist für alle offen. In der App kannst du dein Suchprofil sogar darauf filtern, damit dein Alarm nur meldet, was du wirklich mieten darfst.

Häufige Fragen

Wie lange dauert es, einen WBS zu bekommen?
Je nach Bezirk und Auslastung mehrere Wochen. Genau deshalb lohnt es sich, den Antrag zu stellen, bevor die Traumwohnung auftaucht – bei der Bewerbung muss der Schein meist schon vorliegen.
Was kostet der WBS?
Die Gebühr liegt je nach Bezirk bei bis zu etwa 25 €. Wer Sozialleistungen bezieht, zahlt in der Regel nichts.
Gilt ein Berliner WBS auch in anderen Bezirken?
Ja. Der Schein gilt berlinweit, egal welches Bezirksamt ihn ausgestellt hat. In anderen Bundesländern gelten eigene Regeln.
Was bedeuten WBS 140, 160 und 180?
Das sind Berliner Einkommensstufen oberhalb der Grundstufe: 140 heißt bis zu 40 Prozent über der Grundgrenze, 160 und 180 entsprechend mehr. Ein Teil der geförderten Wohnungen ist gezielt für diese mittleren Einkommen reserviert – am Inserat steht dann z. B. „WBS 140 erforderlich“.
Ich verdiene „normal“ – lohnt sich der Antrag überhaupt?
Oft ja. Durch die Freibeträge und die Stufen bis WBS 180 kommen auch Haushalte mit mittlerem Einkommen in Frage. Der Antrag kostet wenig – eine Ablehnung kostet nichts außer der Gebühr.

Nicht suchen. Melden lassen.

WohnAlert prüft die offiziellen Berliner Anbieter rund um die Uhr und meldet neue Wohnungen kostenlos aufs Handy – mit WBS-Kennzeichnung an jeder Wohnung. Ohne Konto, ohne Werbung.

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Dieser Ratgeber ist sorgfältig recherchiert, aber keine Rechtsberatung. Einkommensgrenzen, Gebühren und Abläufe ändern sich – verbindlich sind die Angaben der Behörden und Anbieter.