Ratgeber · Bewerbung

Vom Push zur Zusage:
richtig bewerben

Berliner Wohnungen werden nicht an die besten Bewerber vergeben, sondern an die schnellsten vollständigen. Hier steht, was in die Mappe gehört, wie die Formulare der großen Anbieter laufen und welche Fehler dich Wochen kosten.

Warum Tempo über alles entscheidet

Die landeseigenen Gesellschaften und die meisten Genossenschaften vergeben nicht an den „besten" Bewerber, sondern arbeiten die Anfragen der Reihe nach ab oder schließen das Formular, sobald genug Bewerbungen da sind. Im Median steht ein Angebot nur rund 24 Stunden online – gemessen an unserem eigenen Bestand. Wer abends „mal eben schauen" will, sieht die Wohnung meist gar nicht mehr.

24,3 hsteht ein Berliner Angebot im Median online (n = 387)
30 minTakt, in dem WohnAlert die Anbieter prüft

Die Konsequenz: Die Bewerbung muss fertig in der Tasche liegen, bevor die Wohnung auftaucht. Der Push kommt, du tippst auf „Wohnung ansehen", füllst das Formular aus, hängst die fertige Mappe an – fünf Minuten, erledigt.

Die Bewerbungsmappe: einmal bauen, immer wieder benutzen

Leg dir eine PDF-Datei (oder einen Ordner auf dem Handy) mit allem an, was Vermieter verlangen:

So läuft die Bewerbung bei den Großen

Bei HOWOGE, degewo, Gewobag, GESOBAU, STADT UND LAND und WBM führt der Weg fast immer über ein Online-Formular direkt am Exposé – genau dorthin verlinkt jede WohnAlert-Meldung. Kein Konto bei WohnAlert, keine Zwischenschritte: Die Bewerbung läuft komplett beim Anbieter. Danach heißt es abwarten; bei einer Einladung folgt die Besichtigung, oft als Sammeltermin. Sag zu, auch wenn der Termin unbequem liegt – Absagen rücken die Nächsten nach.

Ein Anschreiben ist bei den Landeseigenen selten gefragt. Bei Genossenschaften lohnt es sich dagegen oft: zwei, drei ehrliche Sätze, wer einzieht und warum die Wohnung passt – keine Romane.

Woran gute Bewerbungen scheitern

Vorsicht, Betrug

Zahle niemals Geld, bevor du eine Wohnung von innen gesehen und einen Vertrag unterschrieben hast. Keine „Reservierungsgebühr", keine Kaution per Überweisung ins Ausland, keine Ausweiskopie an Privatleute, deren Identität du nicht kennst. Die offiziellen Anbieter, die WohnAlert beobachtet, verlangen vor Vertragsschluss kein Geld – Betrüger schon.

Häufige Fragen

Wie schnell muss ich mich wirklich bewerben?
So schnell wie möglich – am besten innerhalb der ersten Stunden. Viele Vergaben laufen nach Eingangsreihenfolge, und Angebote verschwinden oft noch am selben Tag.
Welche Schufa-Auskunft brauche ich?
Für viele Vermieter reicht die kostenlose Datenkopie nach Art. 15 DSGVO von meineschufa.de. Manche verlangen die kostenpflichtige Bonitätsauskunft für Vermieter – das steht dann im Formular.
Brauche ich ein Anschreiben?
Bei den landeseigenen Gesellschaften meist nicht – dort zählt das vollständige Formular. Bei Genossenschaften können zwei, drei persönliche Sätze den Unterschied machen.
Bewerbe ich mich über WohnAlert?
Nein, und das ist Absicht: WohnAlert meldet nur und verlinkt direkt auf das Original-Exposé. Die Bewerbung läuft komplett beim Anbieter – ohne Umweg, ohne Konto, ohne dass wir deine Daten sehen.
Was mache ich nach der Zusage?
Anteile bzw. Kaution klären, ummelden, Strom und Internet anmelden – die komplette Checkliste mit Häkchen zum Abhaken steht auf der Wohnungsseite unter „Zusage bekommen?“.

Nicht suchen. Melden lassen.

WohnAlert prüft die offiziellen Berliner Anbieter rund um die Uhr und meldet neue Wohnungen kostenlos aufs Handy – mit WBS-Kennzeichnung an jeder Wohnung. Ohne Konto, ohne Werbung.

Zur App 

Weiterlesen: WBS beantragen · Genossenschaftswohnung finden · Aufnahme-Radar · Mietmarkt-Report · alle Wohnungen

Dieser Ratgeber ist sorgfältig recherchiert, aber keine Rechtsberatung. Einkommensgrenzen, Gebühren und Abläufe ändern sich – verbindlich sind die Angaben der Behörden und Anbieter.